Krisenmanagment in der Sektion GOC

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Wenn in unserer Sektion ein schwerer Unfall passiert, gehen wir wie folgt vor:

Private Tour

Es handelt sich um eine private Tour, bei der ein oder mehrere unserer GOC- Mitglieder verunglückt sind.

  1. Bergrettung
    Europäischer Notruf Tel. 112
  2. Hilferuf mit ASS
    (Alpiner Sicherheits-Service)
    Tel. +49 (89) 6 24 24-393

 

Der Versicherungsschutz mit dem Alpinen Sicherheitsservice (ASS) gilt automatisch für jedes DAV-Mitglied. Nähere Informationen über alle Leistungen und Zusatzleistungen des ASS sind zu finden in der Broschüre „DAV Reise-, Sport und Freizeitschutz, ASS Erweiterter Schutz”.

 

Sektionstour

Tour des GOC-Programms oder eine beim Tourenwart angemeldete Tour

Es handelt sich um eine offizielle DAV-Veranstaltung der Sektion GOC, bei der ein oder mehrere unserer Mitglieder verunglückt sind.

  1. Bergrettung
    Europäischer Notruf Tel. 112
  2. Hilferuf mit DAV SOS
    Tel. +49 (89) 208 01 71 31

Für schwere Unfälle im Rahmen einer offiziellen Veranstaltung hat der DAV ein eigenes Krisenmanagement eingeführt. Die DAV-Notfall-Hotline ist eine zentrale Notruf- nummer, die ständig erreichbar ist. Sie soll nur bei schweren Unfällen (Schwerverletzte oder Tote) in Anspruch genommen werden.

Hinweise für den Leiter (Anrufer) der Unfallgruppe

  • Der Anrufer muss unverzüglich die Rettungskräfte alarmieren, Europäischer Notruf 112!
  • Danach unverzüglich, möglichst von einem 2. Telefon, je nach Tour (siehe oben) ASS oder DAV SOS anrufen!
  • Keine weiteren Gespräche von den angegebenen Telefonen (Handy) führen, damit eine Erreichbarkeit gewährleistet ist.
  • Auf Rückruf des zuständigen DAV-Verantwortlichen warten, um weitere Maßnahmen zu besprechen.
  • Der Anrufer soll die Gruppe zusammenhalten.
  • Die Angehörigen der „Unfallgruppe” werden vom DAV-Krisenmanagement verständigt.
  • Der Anrufer soll die Gruppe darauf hinweisen, dass möglichst keine Telefongespräche geführt werden und vor allem keine Todesnachrichten weitergegeben werden.
  • Bei etwaigen Befragungen nur Angaben zu Personalien, Gruppenstärke und Veranstalter machen. Keine Angaben zum Unfallhergang und keine Schuldeingeständnisse!

Grundlegende Informationen zum Krisenmanagement im DAV

Für schwere Unfälle im Rahmen von DAV Veranstaltungen hat der DAV ein eigenes Krisenmanagement eingeführt, DAV SOS. Je nach Schwere des Unfalls, Zahl der Verletzten/Toten und öffentlichem Interesse werden mit der Sektion die nächsten Schritte festgelegt.

Wichtig ist immer DAV SOS schnellstens zu informieren! Nur auf diese Weise kann auf Anfragen, die von Presse, Bergwacht oder Angehörigen eingehen, richtig reagiert werden.

Was leistet der Krisenstab

  • Der Krisenstab des DAV hält Kontakt mit der Sektion und spricht mit ihr das weitere Vorgehen ab.
  • Die Angehörigen der Verunglückten werden vom Krisenstab bzw. dem Kriseninterventionsdienst des DAV benachrichtigt.
  • Der Krisenstab organisiert bei Bedarf die Betreuung der Unfallgruppe:
    • Rechtsberatung
    • Psychologische Betreuung
    • Rückzugsraum
    • Rücktransport usw.
  • Der Krisenstab übernimmt und koordiniert die Öffentlichkeitsarbeit.

In schweren Krisensituationen ist es von entscheidender Bedeutung, dass eine rasche Informationsaufnahme und eine abgestimmte Öffentlichkeitsarbeit erfolgt. Der Krisenstab in der Bundesgeschäftsstelle des DAV verfügt über einen detaillierten Krisenplan mit vorbereiteten Pressetexten usw. Deshalb wird die gesamte Öffentlichkeitsarbeit von der Bundesgeschäftsstelle in Zusammenarbeit mit der Notrufzentrale durchgeführt.

Alle Tourenbegleiter des GOC erhalten diesen Notfallplan.

Alle Tourenbegleiter erhalten darüber hinaus die rot-grüne „Notfall-Karte” (Scheckkartenformat) des DAV, auf der neben den Telefonnummern die wichtigsten Informationen für das Verhalten bei einem schweren Unfall aufgeführt sind.

Die „Notfall-Karte” ist vom Tourenbegleiter bei allen GOC Unternehmungen mitzuführen!

Stand: Feb2009